Das Phänomen Smart Pricing beschäftigt mich nach wie vor. Durch Zufall bin ich auf eine gute und einfache Erklärung des Smart Pricing Prinzips gestoßen. Im Google AdWords Learning Center steht dazu folgendes:

Content-bezogene Anzeigen auf Content-Websites im Google-Werbenetzwerk erzielen in einigen Fällen niedrigere Conversion-Raten als Anzeigen auf Suchergebnisseiten wie Google.de. Aus diesem Grund werden für Klicks auf Content-Websites im Google-Werbenetzwerk im Rahmen des “Smart Pricing” Anpassungen vorgenommen. Mit dem Smart Pricing von Google werden die Kosten für Content-Klicks automatisch gesenkt. Der jeweils angesetzte Preis wird hierbei auf Basis der jeweiligen Website ermittelt. Wir möchten auf diese Weise die Rendite für unsere Kunden maximieren.

Sollten unsere Daten darauf hinweisen, dass Klicks von einer bestimmten Content-Seite mit einer geringen Wahrscheinlichkeit zu Ergebnissen führen, verringert unser System automatisch den zu zahlenden Preis für diese Klicks. Unser System soll Sie folglich bei der Erzielung hoher Renditen unterstützen – unabhängig davon, wo Ihre Anzeige erscheint. Die Preisanpassungen im Zuge des Smart Pricing werden automatisch im durchschnittlichen Preis-pro-Klick für Ihre content-bezogene Kampagne widergespiegelt.

Interessant und einleuchtend ist auch das genannte Beispiel:

Betrachten Sie als Beispiel für das Smart Pricing-Modell zwei Websites, die sich beide auf das Thema digitale Fotografie beziehen. Die erste Seite stellt Testberichte zu digitalen Kameras vor, während die zweite Tipps zum Fotografieren anzeigt. Unter Umständen werden für Klicks auf der Seite mit den Fotografie-Tipps niedrigere Kosten anfallen, da diese mit einer relativ geringen Wahrscheinlichkeit zu einem Verkauf führen. Der Wert eines Klicks ist daher für unseren Kunden geringer. Die Google-Daten ermitteln zudem, dass Klicks auf der Seite mit den Testberichten zu digitalen Kameras zu besseren Ergebnissen führen. Für einen Klick von dieser Seite kann daher der volle Preis berechnet werden.

Quelle: http://www.google.com/intl/de/adwords/learningcenter/18989.html (Stand 14. September 2006)

Googles Wunsch, AdWords-Kunden einen möglichst hohen Return on Investment (ROI) zu ermöglichen finde ich nach wie vor eine gute Sache. Aber als AdSense Publisher fühle ich mich doch etwas allein gelassen.
Nicht nachvollziehen kann ich z.B. warum mein ganzer AdSense-Account durch das Smart Pricing benachteiligt wird. Was haben verschiedene Webseiten miteinander zu tun. Nur wenn eine Webseite schlechte Werte liefert, werden alle anderen (auch die „Guten“) bestraft? Welcher Sinn steht dahinter?

Und warum sagt man mir nicht einfach welche Seite einen schlechten ROI für den Werbenden hat? Vielleicht könnte ich ja an dem „Problem“ arbeiten. Das würde Google, dem Werbenden und mir zugute kommen. Also eine Win-Win-Win-Situation.

Smart Pricing wirft also für uns Publisher eine Menge Fragen auf. Aber vielleicht tut Google ja in Zukunft etwas für uns.

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