Archive for the ‘ Internet ’ Category

Ach ich liebe einfach guten Kundensupport. Gerade habe ich etwas in einem Onlineshop bestellt und habe als Zahlungsweg „elektronische Lastschrift“ ausgewählt. Der Onlineshop hat mir auch schön die Bestellung bestätigt und mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Zahlung von einem externen Dienstleister übernommen wird. So etwas hat man ja öfters.

Kurz darauf trudelt auch schon eine eMail des Dienstleisters ein, in der er die Lastschrift ankündigt. Eine typische eMail, die man nur überfliegt. Aber hier mal eine Passage, die mir ins Auge gefallen ist (der zweite Satz):

WICHTIG: Bitte sorgen Sie für ausreichende Deckung auf Ihrem Konto für die aus Ihrer Buchung resultierende Zahlungsverpflichtung. Jegliche Rücklastschrift wird von uns ausnahmslos ans Inkasso übergeben, welches die Forderungen notfalls per Gerichtsbeschluss eintreibt.

Ist doch wirklich freundlich. Ich schätze mal, dass die meisten Kunden anstandslos zahlen und nur ein kleiner Teil Probleme macht. Deswegen gleich allen Kunden mit einem Gerichtsbeschluss zu drohen ist wirklich nett.

Überhaupt finde ich die Formulierung „per Gerichtsbeschluss“ sehr unpassend. Gemeint ist vielmehr, dass bei ausbleibender Zahlung weitere Rechtsmittel eingesetzt werden. Aber wahrscheinlich klingt es ernster, wenn „per Gerichtsbeschluss“ eingetrieben wird.

Schön finde ich auch die Kombination von „jegliche“ und „ausnahmslos“. Doppelt betont soll wohl auch doppelt wirken.

Und noch ein weiterer Beanstandungspunkt bzgl. der Übergabe „ans Inkasso“. Generell ist jeder Forderungseinzug eine Form des Inkasso. De facto ist also die Lastschrift auch ein Inkassoprozess und der externe Dienstleister ein Inkassounternehmen. Also wird bei fehlender Deckung des Bankkontos die Forderung vom Inkasso ans Inkasso übergeben. Getreu dem Motto: Ich will nichts sagen, aber rede trotzdem.

Für alle diejenigen, die sich jetzt fragen, warum mich dieses Thema beschäftigt. Ich will einfach aufzeigen, wie wichtig es ist, sich seine Partner sorgfältig auszusuchen.

Der besagte Onlineshop war gut klar strukturiert und technisch einwandfrei. Die Produkte sind alle gut beschrieben und mit Produktbildern versehen. Kurzum, der Shopbetreiber gibt sich wirklich Mühe, seine Kunden vor und nach dem Kauf zufrieden zu stellen.

Eine kleine eMail des Inkassounternehmens kann allerdings das Bild trüben. So etwas sollte darf nicht passieren. Wenn man bei Amazon bestellt bekommt man doch auch keine solchen eMails. Bei der Optimierung eines Onlineshop sollten auch solche Schwachstellen beachtet und beseitigt werden.

Gerade habe ich mal die Kategorie „Webseiten & -projekte“ bei ebay durchstöbert. Zusammenfassend kann ich nur sagen: Was da angeboten wird ist wirklich unglaublich. So unglaublich, dass ich auch keinen Link dorthin setze.

Fast jeder Artikel ist ein ach so tolles Projekt, mit dem man im Monat mindestens 3000 Euro verdienen kann, ohne auch nur einen Finger krumm zu machen. Und das ganze zu einem Sofortkaufenpreis von nur 19,95 Euro.

Oder gleich lieber als Projektreseller auftreten und auch so tolle Projekte verkaufen? Auch kein Problem: Resellerlizenz für 19.000 Webprojekte und Scripte (3 DVDs) für nur 15,50 Euro (aktuelles Gebot). Aber es scheint ja genug Leute zu geben, die den Mist auch noch kaufen.

Meldungen die Google betreffen verkünden meist neue Umsatz- und Gewinnrekorde oder den Start eines neuen Google-Produkts. Heute ist es mal andersherum: Der Dienst Google Answers wird in zwei Schritten eingestellt.
Zum Ende der Woche werden keine neuen Fragen mehr aufgenommen. Bis zum Ende des Jahres können noch weitere Antworten hinzugefügt werden. Danach ist wohl oder übel Schluss.

Google Answers ermöglichte es ausformulierte Fragen an die Community zu stellen, die dann von anderen Teilnehmern beantwortet werden konnten. Der Fragende Teilnehmer konnte für die Beantwortung der Frage einen Eurobetrag ausschreiben.

Der über die letzten vier Jahre angesammelte Inhalt wird weiterhin erreichbar bleiben.

Interessant dürfte sich die Beendung von Google Answers auf Yahoo Clever! auswirken. Yahoo Clever! hat ein ähnliches Prinzip und wird aktuell von Yahoo über ein Partnerprogramm bei affili.net beworben. Google stellt den Dienst ein und Yahoo bewirbt ihn weiterhin. Die Frage ist also: Wer handelt hier in besserer Voraussicht.

Gefunden via: web-o-rama und golem.

Der Passwortmanager merkt sich Benutzernamen und Passwörter von Anmeldeseiten im Internet (z.B. Anmeldungsdaten: zum eMailpostfächern, Onlinebanking, Foren, Blogs, etc.). Wenn man diese Anmeldeseite dann wieder besucht, wird die Kombination aus Benutzername und Kennwort vom Browser automatisch gefüllt. Man muss sie also nicht wieder alles manuell eingeben. Diese Funktion ist sehr komfortabel, erspart lästige Tipparbeit und wird von entsprechend vielen Surfern genutzt.

Nun macht im Internet die Meldung die Runde, dass der Passwortmanager von Firefox 2.0 ein großes Sicherheitsloch besitzt. Kurz und relativ untechnisch erklärt ist es möglich, dass der Passwortmanager die gespeicherten Benutzernamen und Passwörter an Webseiten übermittelt, die gar nicht zum Empfang der Daten berechtigt sind. Entsprechende DiebesSeiten wurden auch schon gefunden. Dass der Empfänger dieser sensiblen Daten sicherlich nichts Gutes mit der der Beute im Schilde führt, kann sich sicherlich jeder selbst denken.

Daher wird allen Benutzern von Firefox 2.0 empfohlen, den Passwortmanager zu deaktivieren, bis ein Sicherheitspatch zur Verfügung gestellt wird.

Das ist mit ein paar Klicks relativ schnell zu bewerkstelligen:

Im Menü unter Extras findet sich der Punkt Einstellungen:

firefox-passwortmanager-01

Daraufhin im erscheinenden Fenster den Reiter „Sicherheit“ auswählen und dort den Hacken vor „Passwörter speichern“ entfernen:

firefox-passwortmanager-02

Damit ist der Passwortmanager deaktiviert.

Zusätzlich besteht auch noch die Möglichkeit einzelne oder alle schon gespeicherten Passwörter zu löschen.
Dazu einfach auf dem Sicherheitsreiter auf den Button „Passwörter anzeigen“ klicken:

firefox-passwortmanager-03

Hier kann man durch Auswahl eines einzelnen Eintrags, diesen entfernen oder einfach alle durch einen Klick auf den entsprechenden Button.

Im Technology Review ist ein interessantes Interview mit Lukasz Gadowski (Grunder von Spreadshirt). Das Thema des Interviews, wie kann es aktuell auch anders sein, ist Web 2.0. Der Unterschied zu anderen Interviews dürften die teils aggressiven Fragen seitens Technology Review sein.

Gefunden via im Weblog von Kolja Hebenstreit