Die Sache mit der richtigen Anrede

Jeder kennt sie die kostenlosen Zeitungen, die sich all wöchentlich im realen Briefkasten befinden. Man bekommt sie, egal ob mal will oder nicht. Neben viel Werbung finden sich dort auch viele Berichte über regionale Ereignisse und Dinge über die sich Bürger sonst so aufregen.

Neben einem Bericht, dass der diesjährige Weihnachtsmarkt seine Pforten eröffnet hat, gab es diese Woche, in unserem Wochenblatt, einen kleinen Kommentar über die richtige Anrede in der Deutschen Sprache. Ob Sie oder Du, damit plagen wir Deutschen uns schon ewig herum.
Unzählige Kapitel in Benimmbüchern wurden schon geschrieben, um Herr über diese beiden kleinen Wörter zu werden. Aber seihen wir doch mal ehrlich: Insgeheim lieben wir doch diesen kleinen, aber feinen Unterschied, in unserer komplexen Sprache.

Voller Häme schauen wir immer ins Englische rüber, wo es nur eine Form der Anrede gibt. Spöttisch sagen wir deutschsprachigen dann gerne: "You can say you to me." Oder sind wir nicht alle Stolz darauf, dass es bei fast jeder Foren- oder Blogsoftware in der Regel zwei deutsche Sprachdateien gibt? Wie viele andere Sprachen können da mithalten?

Aber wie ist das nun mit der richtigen Ansprache auf Internetseiten? Sprechen wir unsere Besucher mit Sie oder mit Du an? Generell kann man mit Sie nichts falsch machen. Auf fast allen meinen Webseiten benutze ich die formale Version der Ansprache. Hier übertrage ich gerne einen Spruch meines ehemaligen Chefs: "Es gibt nie Overdressed, sondern nur Underdressed." Will heißen, dass sich mit der förmlichen Ansprache keiner auf den Schlips getreten fühlt, dies aber bei der informellen Ansprache passieren kann.

Bei Projekten intimerer Natur (bspw. persönliche Weblogs) oder Webseiten, die an eine junge Zielgruppe gerichtet sind, bietet sich hingegen das Du an. Hier würde das Sie eher unpassend wirken und nicht in den Kontext passen.

Was würden wir Deutschen nur ohne diesen feinen kleinen Unterschied machen? Viele Bücher wären überflüssig und Sprachwissenschaftler arbeitslos. Zeitungskommentatoren und Weblog-Besitzer hätten weniger Themen über die es sich zu schreiben lohnt. Kurzum: Die Welt wäre einfach unvollständig.

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Eine Antwort auf Die Sache mit der richtigen Anrede

  1. Dreamworker sagt:

    Recht hast du … ;)

    Auch wenn die Zielgruppe nicht unbedingt jung ist so spricht man doch Personen die man sonst nur siezen würde in Weblogs eigentlich immer mit Du an, auch wenn man denjenigen nicht unbedingt kennt.

    Weblogs sind trotz der “Internet-Anonymität” doch irgendwie viel persönlicher und man kommt um das nette Du gar nicht mehr herum. …